Studentenjobs - nebenbei Arbeiten

Zu Zeiten der Diplom- und Magisterstudienabschlüsse galt es fast schon als eine Selbstverständlichkeit, dass man neben dem Studium noch arbeiten ging. Und ich fand auch, dass es den Studenten nicht geschadet hat, auch während des Studiums zu sehen, dass Geld sich nicht allein vermehrt.

Seit der Umstellung auf die Bachelor- und Masterabschlüsse ist es für die meisten Studenten unmöglich geworden, sich nebenbei noch ein paar Groschen dazu verdienen zu können. Ihre Terminkalender sind so voll gepackt, dass es schon an ein Wunder grenzt, wenn es Studenten gibt, die noch Zeit für ein Hobby haben. Es ist zwar schön, dass die nächste Generation an Studenten um einige Jahre früher aus dem Studium ins Berufsleben einsteigen kann, aber zu welchem Preis?

Wissen ist nicht alles

Die Köpfe bis oben hin voll mit Wissen, im besten Fall, aber weder praktische Erfahrung, noch ausgereift. Und ich meine mit praktischer Erfahrung nicht unbedingt ein paar Monate als Hiwi gearbeitet zu haben und womöglich dafür zuständig gewesen zu sein, dass auch ja alle pünktlich ihre Bücher abgeben. Nein, ich meine einen richtigen Nebenjob, sei es in einer Kneipe in einem Geschäft oder in einem Vertrieb. Ein Job eben, der von einem erwartet, dass man immer zu 100% fit ist, egal wie lange man abends noch gelernt hat. Ich finde so ein Job, in Verbindung mit einem Studium, bereitet einen viel besser auf das Leben vor, als alle Bachelorabschlüsse zusammen. Denn man lernt auch in stressigen Zeiten einen kühlen Kopf zu bewahren und sich durch zu beißen. Theorie versus Praxis

Theorie ist ja schön und gut, aber was ist sie wert ohne die Praxis? Auch ein 400-Euro-Job ermöglicht einem die Möglichkeit am Monatsende zu sehen, was man getan hat und dies nicht nur in Form einer Note, sondern in Form eines schönen Essens oder einer neuen Jeans. Und auch das kann einen ab und zu unednlich doll befriedigen und das Gefühl geben, etwas geschafft zu haben.


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